Worauf man bei der Wahl von Flachbildfernsehern und Flachbildmonitoren achten sollte
Die Entscheidung für einen Flachbildschirm – egal ob Flachbildfernseher oder Flachbildmonitor – sollte gut durchdacht sein, da es eine große Investition ist. In der Regel hat man so einen Flachbildschirm für mehrere Jahre. Die wichtigsten Kriterien und Eigenschaften, auf die Sie bei der Wahl achten sollten, werden im folgenden dargestellt.
Technik:
Es gibt 2 Standardtechniken für Flachbildschirme: LCD und Plasmatechnik
- LCD (Flüssigkristall – liquid crystal display): Bei LCD-Bildschirmen tritt durch zielgerichtete Lichtstrahlung zum Betrachter ein wesentlich geringerer Stromverbrauch auf als beim Plasma-Gerät, was gleichzeitig ein Nachteil sein kann, da mit zunehmendem Winkel des Betrachters die Farbqualität stark abnehmen kann.
Eine Weiterentwicklung von LCD ist TFT (thin film transistor). Das Aktiv-Matrix-Display enthält hier zur Ansteuerung eine Matrix von Dünnschichttransistoren. - Plasma (PDP – plasma display panel): Für große Displays stellen Plasma-Bildschirme wegen ihrer Leuchtkraft eine Alternative dar. Sehr große LCD Bildschirme sind nach wie vor nahezu unbezahlbar. Bei Bildschirmgrößen bis ca 37 Zoll ist hingegen Plasma meist teurer. Daher werden beispielsweise keine Plasma-Monitore angeboten, sondern nur Plasma-Fernseher.
Der größte Vorteil der Plasma-Technik ist die Bildqualität. Auch die mögliche Breite der Farbdarstellung ist bei Plasma-Geräten wesentlich natürlicher als bei LCD.
Vor allem alte Plasma-Geräte verlieren nach etwa 3 Jahren Betriebsdauer deutlich an Helligkeit. Bei Plasma-Bildschirmen besteht außerdem die Gefahr des Einbrennens der flachen Displays, wenn sich ein Bild nicht bewegt. Allerdings ist diese Gefahr mittlerweile minimiert worden. Neuere Plasma-Bildschirme heben einen deutlich günstigeren Energieverbrauch und eine Lebensdauer, die mit modernen LCD-Bildschirmen vergleichbar ist.
Diagonale
Die Bildschirmdiagonale wird üblicherweise in Zoll angegeben, z.B. 32″. Je größer die Diagonale, desto größer ist auch der gesamte Flachbildfernseher. Grundsätzlich gilt die Meinung „je größer, desto besser“. Die Größe sollte allerdings auch in Bezug zur Raumgröße ausgewählt werden.
Auflösung
Die Auflösung von Flachbildschirmen wird in Pixel angegeben und sagt aus, wie viele Bildpunkte das Gerät in Breite und Höhe ausgibt. Je höher die Auflösung, desto besser ist die Bildqualität. Üblich ist z.B. bei
- 15″-Monitoren eine Auflösung von 1024×768
- 17″- und 19″-Monitoren eine Auflösung von 1280×1024 bis 1600×1200
- 24″-Monitoren eine Auflösung von 1920×1200.
Zur Auflösung gehört auch die Unterscheidung von HD Ready und Full HD. Beide zeugen von der Qualität des Flachbildschirms, aber Full HD ist noch etwas besser als HD Ready.
Bildformat
Das derzeit gängigste Bildschirmformat ist 16:9. Es bezeichnet das Verhältnis der Bildschirmbreite zur Bildschirmhöhe. Früher war 4:3 das Standardfomat. Da inzwischen die meisten Filme und Fernsehsendungen in 16:9 ausgestrahlt werden, wird bei andersformatigen Bildschirmen oben und unten ein schwarzer Balken angezeigt.
Reaktionszeit
Die Reaktionszeit beschreibt die Zeit, die ein Bildpunkt benötigt, um seine Farbe zu wechseln. Je schneller die Reaktionszeit ist, desto schneller kann auch der Bildwechsel auf dem Bildschirm funktionieren. Derzeit liegt die Reaktionszeit bei neueren Modellen zwischen 2 und 5 ms (Millisekunden).
Kontrast
Der Kontrast gibt den Unterschied zwischen hellen und dunklen Bildpunkten aus. Je höher der Wer ist, desto mehr Stufen werden zwischen den hellen und den dunklen Bildpunkten unterschieden.
Helligkeit
Die Einheit für die Helligkeit ist cd/m². Je höher der Wert ist, desto heller ist der Bildschirm. Ein guter Monitor sollte zwischen 250 und 300 cd/m² haben. Bei Fernsehern ist ein Wert von 400 – 550 cd/m² ideal.
Blickwinkel
Der Blickwinkel bezeichnet den Winkel, aus dem der Betrachter auf dem Bildschirm schaut. Bei den meisten Bildschirmen verändert sich die Bildqualität mit dem Winkel.
Der maximale Blickwinkel ist der Abfall des Kontrastverhältnisses auf ein Zehntel des Ausgangswerts. Bei sehr guten Flachbildschirmen liegt der Winkel bei 160 Grad horizontal und 140 Grad vertikal.
Anschlüsse
Die Anschlüsse sind dafür entscheidend, was mit einem Fernseher oder Monitor alles gemacht werden kann. Die gängigsten Anschlüsse sind derzeit
- SCART: älterer Standardanschluss
- USB (Universal Serial Bus)
- Composite-Video: höchste Kompatibilität, geringste Qualität
- S-Video: die meisten Videoquellen verfügen darüber, bessere Qualität
- Component-Video: Mindeststandard für HDTV-Tuner, hohe Qualität
- RGB+H/V: wird oft anstelle von Component-Video eingesetzt, hohe Qualität
- VGA (Video Graphics Array): wird für Computerverbindungen und anstelle von RGB+H/V genutzt, hohe Qualität
- DVI (Digital Visual Interface): digitale RGB-Verbindung, höchste Qualität
- HDMI (High-Definition Multimedia Interface): ist DVI mit digitalem Audiolink und HDCP (High-Bandwidth Digital Content Protection), kann mit DVI gekoppelt werden, ermöglicht Überspielen von Audio- oder Video-Dateien vom PC auf den Fernseher und den Anschluß von DVD-Player mit Streaming-Client, höchste Qualität
sonstige Extras
Auch weitere Extras von Flachbildschirmen können die Entscheidung für oder gegen ein Gerät beeinflussen. Solche Extras können ein DVB-T Tuner, Lautsprecher, EPG, Videotext, oder ähnliches sein.


